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Mittwoch, 18. November 2009

Farbe und Pläne

Um einem möglichen Verziehen vorzubeugen und weil es so schön aussieht wurde der Rahmen grau lackiert. Das Holz ist ziemlich saugfähig und so wurde viel Farbe verbraucht. Aber alles was jetzt ins Holz einzieht passt da später nicht mehr rein.

Lackiert wiegt die ganze Konstruktion etwas mehr als zwei Kilogramm. Das ist auch sehr angenehm.

Als alles trocken war wurden die Gleistrassen aus 1mm Sperrholz mit den aufgebrachten Gleiszeichnungen aufgeklebt und alle Teile verschraubt. Jetzt zeigt sich ein erstes Bild der zu entstehenden Anlage.
Die Steigungen sehen sehr human aus und sollten keine Probleme bereiten. Beim Hafen sind die zwei Trassen erwartungsgemäss sehr nahe beieinander. Hier muss die Landschaft später für den nötigen Abstand sorgen.

Baustadium

Weil mir die vorgedruckten Weichen von N-Tram doch sehr schlank und grosszügig erschienen habe ich eine 12° Version gezeichnet. Als Vorlage diente der Scan einer Weiche aus dem Bemo Programm. Dazu einige Gegenbogen, Geraden, und die zwei Radien (150 und 200 Millimeter) die ich benötige.

Planungsbogen

Falls Interesse an dem Planungsbogen besteht können sie mich anschreiben. Ich werde ihnen dann das Original .pdf zusenden.

So. Als nächstes werden die Gleise verlegt.

Gruss
Jann

Dienstag, 15. September 2009

Weichenbau II

Nun geht es also an die Zungen. Um die korrekte Abschrägung zu erhalten habe ich eine Kerbe in ein Stück Holz geschnitten, die Schiene eingelegt und mit einer Feile abgeflacht. Dann wurde auf der Höhe der ersten Gleitplatte mit einem 0,2 mm Sägeblatt eine Kerbe vom Fuss bis zum Schienenkopf eingeschnitten.

Soweit so gut. Der Punkt von welchem ich am meisten Respekt habe, ist die Verbindung von der Zunge mit der Stellstange.
In der Anleitung zum N-Tram Gleis wird empfohlen, den Schienenfuss etwas überstehen zu lassen und nach unten durch die Stellstange zu biegen. Um ehrlich zu sein; mir ist diese Variante nicht ganz geheuer. Das war auch der Schwachpunkt beim Pilz Elite Gleis welches ich in H0 verwende. Und nun soll das bei einem Code 40 Profil funktionieren?

Aber probieren geht über studieren. Also die Stellstange gemäss Anleitung zusammengeklebt (geht sehr gut) und während der Leim aushärtet die Zungen gebaut. Eine Probe im trockenen zeigte, dass alles gut zusammen passt und auch hält.


In der Realität zeigt sich aber ein anderes Problem. Meine Backenschienen sind schon fest. Um die Stellstange mit den Zungen einzufügen müsste aber mindestens eine entfernt werden können. Kann ich aber nicht, weil die Laschen schon zugebogen sind. Also musste ich zuerst die Stellstange einfädeln und dann erst die Zungen befestigen. Das ging mit etwas fluchen einigermassen gut. Dabei ist mir aber aufgefallen, dass die Stellstange sehr weich ist. Zwischen zwei Messing Ätzteile wird ein kleines Röhrchen geklebt. Ich vermute aber, das dies ein stück Schlauch und dementsprechend flexibel ist. Muss das so?


Bei der zweiten Weiche habe ich eine Stellschwelle aus einem Streifen Pertinax hergestellt und die Zungen direkt aufgelötet. Das sieht nicht besonders aus und gibt unschöne Torsionskräfte in der Verbindung, aber es hält.

Detail der Stellstange.


Ich habe noch nicht entschieden wie ich weiter fahren soll. Ich habe bei N-Tram angefragt, ob die Stellstange so weich sein soll und bis ich entschieden habe, welches für mich die Beste Lösung ist werde ich mich der Elektrik widmen...

Jann

Montag, 14. September 2009

Weichenbau I

Der Bau der Weichen ist anfangs nicht komplizierter als der Gleisbau. Das Herzstück wurde aus zwei angeschliffenen Profilen erstellt, wobei wegen des spitzen Winkels eine versetzte Version gewählt wurde.

Die Geleise wurden mit einem Seitenschneider am Fuss eingedrückt und dann gebogen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass nach dem biegen die Schiene immer noch schön plan aufliegt.

Normalerweise fertige ich bei Herzstücken eine Lehre aus Holz an, auf welcher dann die vier Schienenstücke passgenau verlötet werden können. Hier habe ich jedoch direkt auf dem Pertinax gearbeitet.


Zum positionieren des Herzstücks werden die durchgehenden Geleise provisorisch aufgelegt um mittels der Spurlehren die genaue Lage zu ermitteln. Dann kann gelötet werden. Der Rest der Weiche wird nun um das Herzstück gebaut.


Backenschienen und Radlenker werden wieder mit der Abstandslehre positioniert und aufgelötet. Die Brünierten Geleise lassen sich so nicht Verlöten. Hier muss die Brünierung abgeschliffen und mit Hilfe von Lötwasser verzinnt werden. Das hat aber den grossen Vorteil, dass später das Lot da bleibt wo man will. Nach dem Verzinnen des Schienenfusses und der Schwelle wird das Lot bis auf einige wenige Zehntel wieder abgeschliffen. Somit muss später nur ganz kurz erhitzt werden und kein Lot verunstaltet die Schwelle.


Im nu waren die restlichen Geleise Verlegt. Die Gleisstösse bei den Isolierstellen wurden mit Stabilit Express verfüllt. Wenn die Stelle gut durchgetrocknet ist kann der Leim dann auf das Schienenprofil geschliffen werden. Im Bereich des geplanten Lokschuppes habe ich noch Leitschienen aus 1x1mm Winkelprofilen eingelötet.

Wenn etwas mühsam ist beim Weichenbau, dann ist es die Verbindung von der Zunge zur Stellstange. Ich werde in den nächsten Tagen sehen wie das hier klappt...

Jann

Samstag, 12. September 2009

Startschuss

Zuerst einige grundlegende Gedanken zum Unterbau. Da der Gleisbau sehr fummelig ist und immer wieder Kontrollen verlangt möchte ich kleine Trassenbretter bauen und erst später nach ausgiebigen Probefahrten in die Anlage einfügen.

Bei meinen letzten Anlagen habe ich jeweils einen Rahmen aus Sperrholz oder MDF Gebaut, diesen mit einer durchgehenden Anlagenplatte versteift und darauf eine 30mm dicke Dämmplatte geklebt. Das ergibt einen sehr leichten aber stabilen Kasten, kaum Fahrgeräusche und Entwässerungsgräben, Untersuchungsgruben und Signalantriebe können sehr leicht gebaut werden.

Bei der jetzigen Anlage ist das nicht möglich. Erstens müssen die Geleise auf Holz gebaut werden und ich habe auch eine verdeckte Schleife welche sehr gut zugänglich sein muss. Vermutlich werde ich einen Rahmen aus Leisten bauen und darauf die Trassenbretter befestigen. Die verdeckte Strecke kann dann bei Bedarf nach unten ausgebaut werden und für die Landschaft werde ich wohl oder übel auf piksendes Fliegengitter und schmierige Gipsbinden zurückgreifen müssen.

Jetzt aber erst einmal den oberen Bahnhof bauen. Dazu habe ich ein Grundbrett aus 4mm Flugzeugsperrholz zurechtgeschnitten und mit leisten provisorisch verstärkt. Flugzeugsperrholz ist wasserfest verleimt und verzieht sich kaum. Darauf die Gleisschablonen aufgeklebt und die Löcher gebohrt. Was beim Probegleis noch gut ging wurde hier zu einer Strafarbeit. Pro Schwelle vier Löcher! Es nahm kein Ende. Ich beschränkte mich auf einige hundert Löcher pro Abend und biss mich durch. Für ein nächstes Brett werde ich mindestens auf einen Kreuztisch oder sogar eine Computergesteuerte Fräsmaschine zurückgreifen. Noch einmal werde ich mir das nicht antun.

Die Schwellen aufkleben ging dann wieder einfacher. Eine Lehre sorgt dafür dass alle gleich lang werden und ein Anschlag hilft beim Positionieren. Da der Tesa Alleskleber schnell abbindet wurden pro Durchgang immer nur fünf Schwellen befestigt.

Baufortschritt: In die Lücken werden später die pertinax Schwellen geklebt, einige Gleisklammern sind schon eingesteckt.
Die elektrischen Anschlüsse werden an den Pertinax Schwellen angelötet und unter das Brett an eine Ringleitung geführt. Abschaltbare Abschnitte sind nicht eingeplant, jedoch Stop-Weichen, falls sich die kleine Trambahn doch noch einmal eine zweite Lok leisten kann.

Holpert noch ein wenig, sieht aber schon gut aus. Sobald die Pertinax Schwellen eingetroffen sind geht es weiter.

Bohrende Grüsse
Jann