Freitag, 30. Oktober 2009

Weiter gehts...

Nach einer längeren beruflich bedingten Pause ging es diese Woche endlich wieder weiter. Der komplette Unterbau ist erstellt und wird in diesen Minuten lackiert.

Ich habe einen Rahmen aus 3mm MDF zurechtgesägt und mit Rechteckleisten verstärkt. MDF hat den Vorteil dass es sich nicht verzieht und auch leicht mit einem Messer "geschnitzt" werden kann. Dies ist später, wenn die Seitenteile an die Landschaft angepasst werden ein unbezahlbarer Vorteil. Die momentane Kontur ist nur grob an das geplante Gelände angepasst.

Die verdeckte Strecke wird wie früher beschrieben von unten eingesetzt und verschraubt. Die Trassenbretter bestehen aus 3mm Sperrholz. Die Trassen im Tunnel auf welche später ein Märklin Flexgleis kommt wurden verleimt. Die sichtbaren, auf welchen das N-Tram Gleis kommt wurden nur verschraubt. Somit kann ich diese Elemente ausbauen und die Geleise bequem am Arbeitstisch verlegen und auch einschottern ohne dass ich mich verrenken oder Angst um schon eingebaute Elemente haben muss. Später wird dann alles wieder zusammengebaut und nach einer ausführlichen Probezeit mit den Landschaftselementen verklebt. Ein späteres Ausbauen aus der fertig gestalteten Anlage ist nicht vorgesehen.

Einen Anderen Punkt habe ich bis jetzt nicht beachtet. Im Bahnhofsbereich mag es sinnvoll sein wenn die Geleise direkt auf dem Grundbrett aufliegen, aber auf der Strecke möchte ich so etwas wie ein Schotterbett haben.
Dazu habe ich die gezeichneten Gleisvorlagen ausgedruckt und auf 1mm Sperrholz aufgezogen. Danach wurden einzelne Bereiche sowie einige Einzelgeleise mit einer Bandsäge direkt am Schwellenrand ausgeschnitten. Diese Gleisstücke werden dann später auf die Trassenbretter aufgeleimt was genügend Stabilität verspricht.

Bei allen diesen Arbeiten hat sich eine kleine Stichsäge von Proxxon sehr bewährt. Einerseits weil sie klein handlich und leise ist aber auch weil kaum Vibrationen von dem Gerät ausgehen und somit auch kein Schaden an den schon montierten Teilen entsteht.

Nun bekommt das Ganze einen Anstrich mit einer Grundierfarbe. Dies um einerseits das auf Feuchtigkeit empfindliche Holz (speziell das MDF) zu schützen und andererseits um einem späteren Verzug vorzubeugen.



In Einzelteilen...

... und zusammengebaut.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Nachtrag

Ich habe schon länger nach einem schönen Kistchen gesucht um meine Modelle aufzubewahren. Was man aber so in Baumärkten und Bastelläden findet schmerzt im Auge. Teuer und lausig verarbeitet.

Schlussendlich sah ich per Zufall in einem Schaufenster eine Schatulle für einen Schreiber von Faber Castell. Einmal nett nachgefragt und eine leere Kiste erhalten. Herzlichen Dank!

Als nächstes wird dann eine Einlage eingebaut um den Modellen guten Halt zu bieten. Wie ich den Zweiten, noch ausstehenden, Weyer Wagen unterbringe ist aber noch unklar...


Nachwuchs

Wie es sich für eine anständige Bahn gehört muss auch bei der Albis-Bad-Bahn eine Reservelok vorhanden sein. Und wenn von N-Tram schon eine so schöne Kastenlok angeboten wird... naja kurz, ich wurde schwach.

Vorgestern kam dann das Paket aus Seeshaupt. Neben einigem Gleismaterial um weiterbauen zu können war auch die OHE 101 Tramwaylok dabei.

Kurz Zusammengefasst; ein Traum!

- Unglaublicher Detailreichtum mit Leitungen Ventilen usw. Alles da und noch viel mehr.
- Die Kupplungen hängen nicht so runter wie bei der Plettenberg
- Erstklassige Fahreigenschaften. Seidenweicher Lauf und eine tadellose Stromabnahme sorgen für Freude am rangieren.

Einmal mehr ist mir aufgefallen, dass mir die sehr hohe Anfahr- und Bremsverzögerung des Fahrreglers nicht passt. Das mag Sinn machen, wenn man meterlange Güterzüge steuert, bei diesen kleinen Modellen empfinde ich es jedoch eher als störend. Mal schauen, ob man da etwas ändern kann.


Zuwachs solo...

...und mit einem stattlichen Güterzug.


So toll meine Sony Digicam auch ist (weil sie eine sehr gute Makro-Funktion hat, was bei solchen Modellen unverzichtbar ist) so unverzeihlich ist die fehlende Weissabgleich Funktion.
Deshalb auch die "warmen" Bilder.

Gruss
Jann

Donnerstag, 24. September 2009

Unterbau

Diese Anlage stellt durch die Tunnelstrecke einige speziellen Anforderungen an den Unterbau aber ich denke ich habe nun eine akzeptable Lösung.

Der Gleisplan erfordert ca. 2 Meter verdeckte Gleisstrecke. Un diese zu reinigen und für den Fall eines steckengebliebenen Zuges muss diese gut zugänglich sein. In H0 wäre das Problem mit Eingriffen erledigt aber hier verunmöglicht die geringe Höhe der Anlage diese einfache Variante.

Hier die Variante wie ich sie bauen werde etwas genauer beschrieben:
Die Tunnelstrecke wird auf einem eigenen, zwei Zentimeter hohen Rahmen aufgebaut. Über diesen Rahmen wird die eigentliche Anlage gestülpt. Somit kann der verdeckte Bereich für Wartung und Reinigungsarbeiten komplett ausgebaut werden. Um steckengebliebenen Zügen weiter zu helfen sind fünf Eingriffe vorgesehen. Hierbei muss jedoch mit einem Stab hantiert werden, da die Luken eine maximale Grösse von 4 mal 10 Zentimeter haben. Es ist mir bewusst, dass dies keine allzu elegante Lösung ist, aber etwas besseres ist mir noch nicht eingefallen.

Die Seitenteile aus 4 Millimeter Sperrholz geben der Anlage genügend Stabilität und sollten vor Verzug schützen. Auf quer befestigten Traversen werden dann die Trassenbretter befestigt. Die Zwischenräume werden mit Styropor verfüllt aus welchem später die Landschaftsform entsteht.

Beim Bau ist auf grösstmögliche Genauigkeit zu achten da in diesem Masstab schon die kleinsten Fehler zu Problemen führen welche später die Freude am Betrieb verderben.



Papier ist geduldig, aber das Holz ist bestellt und bald fallen die Späne.

Montag, 21. September 2009

Entscheidungen

Weitergebaut wurde diese Woche nicht, aber dafür wurden einige Entscheidungen gefällt...

1. Ich werde die kleine Version der Anlage bauen. Das heisst einerseits weniger Platz und engere Radien, andererseits wollte ich gerade eine sehr kompakte Anlage bauen und die Kompromisse welche ich dazu eingehen muss finde ich verkraftbar.

2. An der Stellstangen-Baustelle hat sich nichts getan, ich werde aber noch eine dritte Variante Ausprobieren. Nämlich werde ich die eigentlich sehr schöne N-Tram Stellstange auf eine Pertinaxschwelle auflöten. Davon verspreche ich mir mehr Stabilität und eine kontrolliertere Führung der Stange zwischen den Schwellen. Ob ich die Zungen einstecken oder auflöten werde zeigt ein erster Prototyp.

3. Ich habe mir auch einige Gedanken über den Unterbau gemacht. Es wird ein Holzrahmen für die verdeckte Strecke und ein darüber gestülpter, selbsttragender Aufbau mit den oberen Geleisen und der Landschaft . Mehr dazu dann im nächsten Eintrag.


4. Ich werde die nächste Woche geschäftlich in die USA reisen. Deshalb ist hier im Blog mit einer Pause zu rechnen.

Gruss
Jann

Mittwoch, 16. September 2009

Stellprobe

Ich habe noch keine Entscheidung bezüglich der Weichen gefällt, und warte noch auf die zündende Idee. Dafür habe ich gestern einige Bretter und Märklin Mini-Club Geleise ausgekramt und das ganze mal ungefähr passend zusammengestellt.

Ich hatte schon während der Planung eine Stellprobe gemacht aber unterdessen weiss ich dass der Endbahnhof länger als geplant ausgefallen ist und ich wollte kontrollieren ob das einen grossen Einfluss hat.


Dies ist die kleine, ursprüngliche Variante mit einer Länge von 80 cm. Um den Hafen noch glaubwürdig darstellen zu können müsste ich das gerade Stück vor der Einfahrtsweiche des oberen Bahnhofs ziemlich kürzen. Das wäre unschön, fällt aber zwischen Mauer und Lokschuppen nicht so auf. Die teils sehr eng beieinander liegenden Geleise könnte man gut mittels Grünzeug optisch trennen.


Als Alternative liesse sich auch der ganzen Hafen einfach seitlich ansetzen. Das würde mir mehr platz zur Gestaltung des Hafenbereichs geben und der obere Endbahnhof würde ein wenig grosszügiger. Aber die Anlage würde dann nur noch ohne Hafen in die Vitrine passen.

Also noch eine Entscheidung zu fällen.

Dienstag, 15. September 2009

Elektrik

Um die Entscheidung mit der Stellschwelle etwas rauszuzögern habe ich begonnen die Gleise anzuschliessen. Ein erster Versuch mit sehr feinen Litzen führte zu einem optisch nicht akzeptablen Resultat. Einige der Anschlüsse werden später nicht mehr zu sehen sein weil sie unter Holzbohlen oder Beton zu liegen kommen, aber die an den Sichtbaren Stellen will ich eigentlich auch nicht sehen. Also habe ich 0,4 mm Messingdraht verwendet. Abgewinkelt und durch ein kleines Loch gesteckt sieht das passabel aus.


Auf der Unterseite der Platte wurden zwei Leitungen verlegt, an welche die Messingdrähte dann geführt werden. Befestigt wurde alles mit Heissleim. Das erlaubt schnelles Arbeiten, hält gut, kann aber zur Not auch wieder leicht gelöst werden. Gelb steht für die Zu-, schwarz für die Rückleitung, rot sind Kabel welche später die Herzstücke speisen.

Abschaltbare Abschnitte sind keine Vorgesehen. Jedoch habe ich je eine Schiene der Abstellgleise mit dem dazugehörigen Herzstück verbunden. So erhalte ich die Funktion einer Stoppweiche. Bei geplanten vier Abstellgleisen sollte das reichen.

Über die Weichenantriebe habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Vermutlich werden ich die Weichen manuell vom Anlagenrand aus bedient. Dies kan ich aber erst mit Sicherheit sagen wenn der Unterbau genauer definiert ist.

Weichenbau II

Nun geht es also an die Zungen. Um die korrekte Abschrägung zu erhalten habe ich eine Kerbe in ein Stück Holz geschnitten, die Schiene eingelegt und mit einer Feile abgeflacht. Dann wurde auf der Höhe der ersten Gleitplatte mit einem 0,2 mm Sägeblatt eine Kerbe vom Fuss bis zum Schienenkopf eingeschnitten.

Soweit so gut. Der Punkt von welchem ich am meisten Respekt habe, ist die Verbindung von der Zunge mit der Stellstange.
In der Anleitung zum N-Tram Gleis wird empfohlen, den Schienenfuss etwas überstehen zu lassen und nach unten durch die Stellstange zu biegen. Um ehrlich zu sein; mir ist diese Variante nicht ganz geheuer. Das war auch der Schwachpunkt beim Pilz Elite Gleis welches ich in H0 verwende. Und nun soll das bei einem Code 40 Profil funktionieren?

Aber probieren geht über studieren. Also die Stellstange gemäss Anleitung zusammengeklebt (geht sehr gut) und während der Leim aushärtet die Zungen gebaut. Eine Probe im trockenen zeigte, dass alles gut zusammen passt und auch hält.


In der Realität zeigt sich aber ein anderes Problem. Meine Backenschienen sind schon fest. Um die Stellstange mit den Zungen einzufügen müsste aber mindestens eine entfernt werden können. Kann ich aber nicht, weil die Laschen schon zugebogen sind. Also musste ich zuerst die Stellstange einfädeln und dann erst die Zungen befestigen. Das ging mit etwas fluchen einigermassen gut. Dabei ist mir aber aufgefallen, dass die Stellstange sehr weich ist. Zwischen zwei Messing Ätzteile wird ein kleines Röhrchen geklebt. Ich vermute aber, das dies ein stück Schlauch und dementsprechend flexibel ist. Muss das so?


Bei der zweiten Weiche habe ich eine Stellschwelle aus einem Streifen Pertinax hergestellt und die Zungen direkt aufgelötet. Das sieht nicht besonders aus und gibt unschöne Torsionskräfte in der Verbindung, aber es hält.

Detail der Stellstange.


Ich habe noch nicht entschieden wie ich weiter fahren soll. Ich habe bei N-Tram angefragt, ob die Stellstange so weich sein soll und bis ich entschieden habe, welches für mich die Beste Lösung ist werde ich mich der Elektrik widmen...

Jann

Montag, 14. September 2009

Weichenbau I

Der Bau der Weichen ist anfangs nicht komplizierter als der Gleisbau. Das Herzstück wurde aus zwei angeschliffenen Profilen erstellt, wobei wegen des spitzen Winkels eine versetzte Version gewählt wurde.

Die Geleise wurden mit einem Seitenschneider am Fuss eingedrückt und dann gebogen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass nach dem biegen die Schiene immer noch schön plan aufliegt.

Normalerweise fertige ich bei Herzstücken eine Lehre aus Holz an, auf welcher dann die vier Schienenstücke passgenau verlötet werden können. Hier habe ich jedoch direkt auf dem Pertinax gearbeitet.


Zum positionieren des Herzstücks werden die durchgehenden Geleise provisorisch aufgelegt um mittels der Spurlehren die genaue Lage zu ermitteln. Dann kann gelötet werden. Der Rest der Weiche wird nun um das Herzstück gebaut.


Backenschienen und Radlenker werden wieder mit der Abstandslehre positioniert und aufgelötet. Die Brünierten Geleise lassen sich so nicht Verlöten. Hier muss die Brünierung abgeschliffen und mit Hilfe von Lötwasser verzinnt werden. Das hat aber den grossen Vorteil, dass später das Lot da bleibt wo man will. Nach dem Verzinnen des Schienenfusses und der Schwelle wird das Lot bis auf einige wenige Zehntel wieder abgeschliffen. Somit muss später nur ganz kurz erhitzt werden und kein Lot verunstaltet die Schwelle.


Im nu waren die restlichen Geleise Verlegt. Die Gleisstösse bei den Isolierstellen wurden mit Stabilit Express verfüllt. Wenn die Stelle gut durchgetrocknet ist kann der Leim dann auf das Schienenprofil geschliffen werden. Im Bereich des geplanten Lokschuppes habe ich noch Leitschienen aus 1x1mm Winkelprofilen eingelötet.

Wenn etwas mühsam ist beim Weichenbau, dann ist es die Verbindung von der Zunge zur Stellstange. Ich werde in den nächsten Tagen sehen wie das hier klappt...

Jann

Samstag, 12. September 2009

Gleisbau

Das in Kanada bestellte Gleisbaumaterial ist eingetroffen. Nun kann weiter gebaut werden. Die Pertinax Schwellen werden mit einem watenfreien Seitenschneider abgelängt und mittels Stabilit Express aufgeklebt. Das ist meines Wissens der einzige Kleber, welcher die Temperaturen die beim Löten entstehen verkraftet.
Als alles fest war habe ich die Schienenfüsse und die Schwellen leicht verzinnt und dann die Geleise aufgelötet. Das befestigen der Geleise mit den Klammern geht viel einfacher, wenn die Profile fest verankert sind. So macht Gleisbau spass. Im nu waren die Geleise vor dem Empfangsgebäude verlegt und beim Übergang der Strasse die Radlenker eingebaut. Erste Fahrversuche verliefen sehr befriedigend.


Auf dem Bild ist der zukünftige Übergang mit den Radlenkern und dem elektrischen Anschluss zu erkennen.


Somit hat dieses Blog die Realität eingeholt. Das heisst, ab nun wird live berichtet, und somit auch, dass die Abstände der Einträge zwangsläufig grösser werden...

Ich hoffe es hat bis jetzt gefallen.

Jann